Blattfedern in Rakete für die Weltraumforschung

2018-10-25 Für März 2019 ist der Start einer Höhenforschungsrakete geplant, mit der die Dichte und Temperatur von Elektronen in der unteren Ionosphäre erforscht werden soll. Die Schließvorrichtung der Forschungsrakete ist mit Blattfedern von Lesjöfors ausgestattet.
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Das europäische Forschungsprogramm REXUS/BEXUS bietet Studierenden die Gelegenheit, mithilfe von Höhenforschungsraketen Raumfahrtexperimente durchzuführen. Jedes Jahr werden hierfür zwei Raketen gestartet – eine schwedische und eine deutsche. Die schwedische Rakete ist Studierenden aus der EU und Kanada vorbehalten. Die Studierenden werden bei den Experimenten begleitet von echten Experten ihres Fachs, wie z. B. von der European Space Agency (ESA), dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Swedish Space Corporation (SSC) und dem Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM).

Messungen der Dichte und Temperatur von Elektronen
Das derzeit laufende schwedische Experiment PRIME (Plasma Measurements with Micro Experiments) wird von Studierenden der Königlichen Technische Hochschule (KTH) in Stockholm betrieben. Ziel dieses Experiments sind Plasmamessungen, für die Messungen der Dichte und Temperatur der Elektronen in der unteren Ionosphäre erforderlich sind. Die Messungen erfolgen anhand zweier Messkapseln, so genannter FFU (Free Falling Units), die aus der aufsteigenden Rakete abgeworfen werden. Diese FFU haben je einen Durchmesser von 30 mm und eine Länge von 250 mm. Die Rakete erreicht eine Höhe von rund 85 Kilometer.

„Ähnliche Messungen hat es in der Vergangenheit bereits gegeben, allerdings kamen bisher nie so kleine FFU zum Einsatz. Wir haben in den Niederlanden in Zusammenarbeit mit einem dort ansässigen Ingenieurunternehmen einen Teststart mit einem FFU-Prototypen durchgeführt, und wir sind davon überzeugt, dass die Messungen gelingen werden“, berichtet Isabelle Gürsac, Studentin an der KTH in Stockholm.

Blattfeder mit wichtiger Funktion
Das Abwurfsystem der Raumsonde hat eine Schließvorrichtung. In diese Schließvorrichtung sind Blattfedern von Lesjöfors verbaut, die einen entscheidenden Beitrag zur Steuerung des FFU-Abwurfs leisten.

„Wir sind unseren Sponsoren-Partnern sehr dankbar, dass sie es uns die Durchführung von Forschungsprojekten wie diesem ermöglichen. Wir freuen uns über die positive Reaktion von Lesjöfors und darüber, dass uns das Unternehmen so großzügig hochwertige Blattfedern zur Verfügung gestellt hat“, erklärt Isabelle Gürsac.

Nach einer hoffentlich erfolgreichen Messung sind die FFU mithilfe eines eingebauten Ortungssystems zu finden. Der Raketenstart ist für März 2019 geplant und erfolgt am European Space and Sounding Rocket Range (kurz: Esrange) im nordschwedischen Kiruna.

Interessierte können PRIME bis zum Raketenstart auf Facebook oder Instagram folgen.

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